Death/Rebirth

Death/Rebirth (Shito shinsei) ist ein zweiteiliger Kinofilm und kam vor End of Evangelion in die japanischen Kinos. Am 15.3.1997 wurde Neon Genesis Evangelion: Death/Rebirth uraufgeführt und spielte in Japan 1,1 Milliarden Yen ein. Allein 7000 Fans belagerten seit den frühen Morgenstunden das Toei Kino in Shinjuku/Tokyo (Bild Rechts). In ganz Japan strömten über 150.000 Eva Fanatiker in 141 Kinos. Der Grund für den Film war, dass die Fans von Evangelion mit dem Ende nicht klargekommen sind bzw. es nicht verstanden haben. Das reguläre Ende ließ auch viele Fragen aufkommen und GAINAX produzierten ein neues Ende. Hideaki Anno wollte jedoch gar keine weiteren Filme zu Evangelion drehen und er war auch nicht begeistert von der Idee, dass es ein alternatives Ende geben soll.

Death/Rebirth ist in 2 Teile geteilt: Zum einen der Film Death und zum anderen der Film Rebirth, den man als einen überlangen Trailer zu End of Evangelion sehen kann.

Death

Death Death ist eine Art Zusammenfassung der ersten 24 Episoden. Die Episoden werden aber nicht in der Reihenfolge gezeigt, in der wir sie kennen. Viel mehr wird hier näher auf die Hauptcharaktere und auf die Beziehungen untereinander sehr stark eingegangen. In einer Art Dokumentation werden die Charaktere nach und nach vorgestellt. Die Proben mit den Instrumenten bilden hier die Rahmenhandlung. Der Film besteht zum größten Teil aus bekannten Teilen, die man schon in der Serie gesehen hat. Es gibt nur sehr wenige neue Szenen, dazu gehört z.B. die erste Szene in der Antarktis oder die Szenen im Auditorium der Schule, wo man die Children sieht. Diese neuen Szenen sind allerdings ein wenig besser gezeichnet, als die Szenen der TV Serie. Schlüsselszenen aus der Serie wurden auch zum Teil überarbeitet. Dazu gehört z.B. das Lächeln von Rei oder das Nachwachsen von Lilith's Beinen nach dem Entfernen der Lanze. Die Szene, in der Kaji erschossen wurde, endet mit einem Klatschen, statt mit einem Schuss. Insgesamt beträgt die Dauer der neuen Szenen über 20 Minuten. Musikalisch wird Death von klassischen Stücken untermalt wie beispielsweise "Suite für Violoncello solo Nr. 1" von Johann Sebastian Bach oder "Kanon in D" von Johann Pachelbel.

Rebirth

Rebirth Bei Rebirth handelt es sich mehr oder weniger um die erste Episode bzw. die erste Hälfte von End of Evangelion. Es ist eine Art Beta Version von Episode 25: Air. Zahlreiche Szenen wurden in der finalen Fassung von End of Evangelion noch korrigiert. Rebirth kann man somit als eine Art Trailer, von End of Evangelion sehen. Der Film knüpft an Folge 24 an und zeigt wie es -alternativ- weitergehen könnte. Asuka liegt im Koma, NERV wird einige Szenen später nach SEELE's Auftrag von den Streitkräften der JSSDF angegriffen und der Geosektor wird durch den Abwurf einer N²-Mine komplett freigelegt. Shinji versteckt sich irgendwo im Hauptquartier und wird von Misato gesucht. Von Rei fehlt jede Spur. Durch den Angriff erwacht Asuka, die in EVA 02 verfrachtet und zusammen mit der Einheit im See versteckt wurde, weil es dort sicherer ist als im Hauptquartier.

Nach über 20 Minuten endet dieser überlange Trailer damit, dass Asuka gegen die 9 weißen Evangelions kämpft. Der Zuschauer bekommt somit einen kleinen Vorgeschmack, was ihn in End of Evangelion erwartet.

Weitere Infos zu Death

Wer schon einmal nach Evangelion Death im Netz gesucht hat, ist sicherlich auf Begriffe wie Death (True) oder ähnliches gestoßen. Um was es sich genau handelt, wird an dieser Stelle erklärt.

Death:
Der erste Kinofilm von Neon Genesis Evangelion. Mehr dazu steht oben.

Death (True):
Death (True) wurde am 2. Januar 1998 von japanischen Satellitensender WoWoW gezeigt. Hierbei handelt es sich um Death, dass von Hideaki Anno persönlich überarbeitet wurde und trägt daher auch den Titel "Director's Cut". Hier wurden die oben erwähnten neuen Szenen entfernt. An Rebirth wurden keine Veränderungen vorgenommen.

Death: (True)²:
Death (True)² ist die finale Fassung von Death und wurde im März des Jahres 1998 in Japan für "Revival of Evangelion" herausgebracht. Die neuen Szenen wurden wieder eingefügt und Death hatte wieder die Länge des Originals. Lediglich die musikalische Untermalung und die Soundeffekte wurden überarbeitet. Diese Version wurde später auch für die Video- und DVD-Veröffentlichungen verwendet.